26. 07

Die Jagd Cover Image
Titel:Die Jagd
Autor:
ISBN:3453675428
Verlag:Heyne
Seitenzahl:528
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Jody ist ziemlich clever für eine Sechzehnjährige. Und nur deshalb ist sie noch am Leben - zumindest bis jetzt. Sie ist zu Besuch bei ihrer Freundin Evelyn, als eine Bande junger Killer das Haus stürmt und ein Massaker anrichtet.
Evelyn selbst wird auf einem Speer aufgespießt, und nur Jody und Evelyns jüngerer Bruder Andy gelingt die Flucht. Doch einer der Mörder hat sie gesehen - die Jagd ist eröffnet...

Die Story von "Die Jagd" ist wieder so geistreich, wie man es von Laymon erwartet. Jody übernachtet bei einer Freundin, als das Haus von einer Gruppe verrückter Killer gestürmt wird. Um die Verrücktheit der Killer zu unterstreichen, bekleidet Laymon diese mit nichts als einem Rock aus Menschenhaut – nun gut. Jodys Freundin wird von den Killern mit einem Speer aufgespießt (ich glaube aufgrund der Handlichkeit sind Speere als Waffe bei Überfällen eigentlich eher out…), die Eltern dahingemeuchelt und nur Jody und der 12 jährige Andy können dem Morden entkommen.
Hierbei zeigt sich, dass Jody vielleicht über eine Batter-Karriere in der MLB nachdenken sollte, denn einer der Killer darf nach einem beherzten Baseballschlägerschlag das Geschehen aus dem Jenseits betrachten. Da den Killern Zeugen etwas ungelegen kommen, bekommt Simon, einer der Killer, die Aufgabe, Jody und Andy zu finden und zu beseitigen.

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Derzeitige Beurteilung: 1.67 von 5, 12 Stimme(n) 10249 Klicks

04. 09

Das Inferno: Roman Cover Image
Titel:Das Inferno: Roman
Autor:
ISBN:
Verlag:Heyne Verlag
Seitenzahl:641
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Ein schweres Erdbeben erschüttert Los Angeles. Im darauffolgenden Chaos versucht Clint, zu seiner Familie zurückzukehren. Gemeinsam mit der cleveren Em muss er sich der plündernden und mordenden Horden erwehren, die L.A. heimsuchen. Und er muss sich beeilen, denn seine Frau ist unter den Trümmern ihres Hauses verschüttet – und ihrem psychopathischen Nachbarn Stanley hilflos ausgeliefert.

Machen wir ein Spiel… angenommen die Charaktere eines Buches verhalten sich meist ziemlich dämlich, laufen die halbe Zeit halbnackt durch die Gegend und die Handlung des Buches besteht primär aus Sex und Gewalt – von wem könnte dieses Buch stammen? Richtig, Laymon ist hier ganz vorne dabei – und auch in Das Inferno bleibt er seiner Linie treu.

Das Grundsetting des Buches ist relativ simpel: Ein schweres Erdbeben hat Los Angeles erschüttert und man folgt nun, in drei parallelen Handlungssträngen, einigen Überlebenden durch das ziemlich zerstörte L.A.
Da wäre einmal Clint Banner, der auf der Arbeit von dem Beben überrascht wurde. Er macht sich nun quer durch L.A. auf, um zu seinem Haus und zu seiner Familie zurückzukommen. Begleitet wird er dabei von der jungen Em und Mary.
Seine Tochter, Barbara Banner, war zum Zeitpunkt des Bebens mit drei anderen Fahrschulteilnehmern in einem Fahrschulauto – und versucht nun ebenfalls quer durch L.A. nach Hause zu kommen.
Zu guter Letzt gibt es noch Mutter Sheila Banner, die zum Zeitpunkt des Bebens daheim war – nackt in der Badewanne. Sie überlebt das Beben in der Badewanne, ist allerdings in selbiger gefangen, da sie unter einem Balken eingeklemmt ist. Nachbar Stanley findet Sheila in dieser misslichen Lage, und wie der Zufall es halt so will, ist Stanley ein Psychopath, der schon länger ein Auge auf Sheila geworfen hat – die ihm nun total ausgeliefert ist.

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28. 11

Ein seltsamer, schwarzer Regen fällt auf die Kleinstadt Bixby. DIe unnatürlich warmen Schauer verändert die Stadt: Ein Bewohner nach dem anderen wird Opfer dieses beängstigenden Phänomens. Die Befallenen werden erfüllt von Hass und Wut – und dem Wunsch zu töten. Und als der Regen weiter fällt, mischt sich das Wasser mit dem Blut der Opfer. (Klappentext)

Eines kann man Laymon auch hier wieder nicht vorwerfen: dass er eine zu komplizierte Story entworfen hat. Der Klappentext oben fasst nämlich die ganzen 445 Seiten zusammen: Es regnet und alle Leute werden zu mordlüsternen Bestien. Nebenher gibt es natürlich noch ein paar nicht infizierte die Überleben wollen/müssen – aber das ist auch schon die einzige Nuance in dem Buch.

Laymon hat diesmal gleich drei verschiedene Schauplätze inklusive "lokalen Hauptcharakteren" in sein Buch gebaut, die allerdings alle drei lose miteinander zusammenhängen und ab und an in Kontakt kommen. Prinzipiell geht es in jedem der Fäden aber nur um eines: Der gute muss sich seiner Haut gegenüber dem mordlüsternen Mob der beregneten Stadtbewohner erwehren.

Aber da Laymon ja eher ein Vertreter der "Scheiß auf Handlung, ich will Blut und nackte Haut" Autoren ist, ist die Handlung eh nur ein Mittel zum Zweck. In Sachen Gewalt geht es wieder ordentlich zur Sache, es wird blutig gehackt, gestochen, geschossen etc. Auch die bei Laymon schon fast obligatorische Vergewaltigung findet man. Leider sind die Charaktere nach wie vor nicht die hellsten. Wenn ich bei anderen lese, dass sie zu 95% ebenso handeln würden, bin ich froh manche nicht persönlich zu kennen ;) Spaß bei Seite – aber das "so würde ich auch handeln" kann ich nicht wirklich unterstützen. Auch hier gibt es wieder selten blöde Charaktere und Situationen, die in dem eh total überdrehtem Setting aber nicht so stören wie sie es in einem ernsthaften Thriller würden.

Extrem blöd bleibt allerdings die Auflösung im Gedächtnis. Schon als im Buch das erste mal die Lösung angedeutet wird dachte ich "oh Gott, bitte mach, dass Laymon noch einen besseren Einfall bekommen hat". Hat er aber leider nicht – etwas mehr Kreativität hätte ich mir da schon erhofft.

Ansonsten ist das Buch wie die meisten anderen Laymons verdammt flüssig zu lesen. Allerdings kommt irgendwann etwas Langeweile auf, denn eigentlich besteht das ganze Buch nur aus Angriffen von Infizierten und der Abwehr selbiger. Auf Dauer etwas eintönig und irgendwann interessiert es einen nicht mehr so richtig, wer jetzt grad wen auf welche Art umgebracht hat. Sex und nackte Haut gibt es auch etwas – natürlich laufen die Frauen am liebsten nackt durch den Regen… Aber trotzdem insgesamt weniger sinnlose Erwähnungen von Höschen oder hüpfenden Brüsten als in anderen Laymons.

Ein Fazit ist hier wieder schwer… Wer nichts mit sinnlosem Haut+Blut Trash anfangen kann muss nach wie vor einen großen Bogen um Laymon machen. Laymon Fans werden das Ding eh lesen. Ich fand es besser als Das Treffen, aber schlechter als Die Insel – mittelmäßig sag ich einfach mal ;)

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12. 02

Sie treffen sich jedes Jahr für eine Woche: fünf junge Frauen, beste Freundinnen seit dem College und immer auf der Suche nach Abenteuern. Dieses Jahr haben sie die Totem Pole Lodge für ihr Treffen ausgewählt, ein verlassenes Sporthotel mitten im Wald. Schlechte Wahl! Vor Jahren wurde hier ein furchtbares Verbrechen verübt – und als die Freundinnen herauszufinden versuchen, was damals wirklich geschehen ist, wird klar, dass das Hotel keineswegs so verlassen ist, wie es scheint...

Mal wieder ein Laymon - diesmal [amazon asin="3453675436"]Das Treffen[/amazon]. Allerdings war dieser Laymon mal eine Premiere: Ich hab mich dabei gelangweilt ;)
Das große Problem: Es passiert einfach nix, kein Spannungsbogen... nichts. Es dauert z.B. knapp 250 Seiten bis es mal einen Toten gibt - vorher plätschert alles vor sich hin. Für einen Laymon irgendwie ungewohnt ;) Aber auch dieser Tode ist nicht wirklich ein Paukenschlag für größeres - wie bei Ketchum ja ab und an - danach geht es mit wenig Action weiter.

Allerdings ist Laymon mal nicht ganz so abgehoben wie in anderen Büchern. Die fünf Girls kommen halbwegs "normal" rüber. Ein Wochende in irgendwo in der Pampa in einem Haus, Alk und Spaß - das ganze ist relativ glaubhaft. Zwischendrin gibt es ein paar Rückblenden ins "wilde Collegeleben" der fünf. Diese Rückblenden sind allerdings auch ein Problem: Diese gibt es das ganze Buch über - auch später, wenn es den Leser eigentlich gar nicht mehr interessiert, weil man lieber endlich mal etwas Fortschritt im Hier und Jetzt sehen will.


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10. 01

Nach der Explosion ihrer Jacht finden sich acht junge Urlauber auf einer einsamen Südseeinsel wieder, weitab von jeder Zivilisation. Was als Abenteuer beginnt - früher oder später wird sie ja bestimmt jemand retten, denken sie -, entwickelt sich jedoch zu einem Albtraum, aus dem es kein Entrinnen zu geben scheint: als nämlich einer von ihnen auf bestialische Art und Weise ermordet wird und sich herausstellt, dass die Explosion der Jacht kein Unfall war ...

Hachja, ein Laymon :) [amazon asin="3453675118"]Die Insel[/amazon] ähnelt den anderen Laymons schon ziemlich: sexistisch, brutal und sinnlos – aber irgendwie doch fesselnd.
Das Buch ist als Tagebuch von Rubert, einem der acht Urlauber, aufgebaut. Man liest also dass, was Rubert während der Zeit auf der Insel niedergeschrieben hat. Die Gruppe besteht anfangs aus vier Männlein und vier Weiblein, allerdings ist Rubert schon nach wenigen Kapiteln der Hahn im Korb und allein mit drei Frauen unterwegs.

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21. 09

Man nennt es das "Horrorhaus" - denn vor langer Zeit hat es hier eine ungeklärte Mordserie gegeben. Inzwischen ist es eine Touristenattraktion, täglich besucht von zahllosen Neugierigen.
Doch dann gibt es einen neuen Mord. Und noch einen. Und nach und nach drängt sich der Verdacht auf, dass dies kein gewöhnlicher Killer ist - dass im Keller des Hauses eine Kreatur lebt, die alles andere als menschlich ist.
Und sie fängt gerade erst an ...
(Klappentext)

Bei „[amazon asin="9783453433519!]Der Keller[/amazon]” handelt es sich mit 1230 Seiten um einen ziemlichen Wälzer. Es handelt sich vielmehr um einen Sammelband mit drei Laymon Büchern:

  • Im Keller (1980, ca. 250 Seiten)

  • Das Horrorhaus (1986, ca. 320 Seiten)

  • Mitternachtstour (1998, ca. 650 Seiten)


Auch wenn zwischen den Büchern insgesamt 18 Jahre liegen, handeln sie alle vom „Horrorhaus” und bauen relativ lose aufeinander auf. Wohl aus diesem Grund hat der Heyne-Verlag sich entschieden, alle drei Bücher als Sammelband zu veröffentlichen.
Allerdings gibt es ein Problem: Die drei Bücher sind sich viel zu ähnlich – im Grunde ist es dreimal dieselbe Story mit ein paar kleinen Variationen.

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25. 12

Eines Tages erhält die junge Bibliothekarin Jane Kerry einen Umschlag mit einem Fünfzig-Dollar-Schein und der Aufforderung, sich an einem ominösen "Spiel" zu beteiligen: Wenn sie jeweils um Mitternacht eine bestimmte Aufgabe löst, dann verdoppelt sich ihre Belohnung. Sie macht mit. Die ersten Aufgaben sind noch leicht, doch sie werden härter - bis es für Jane kein Zurück mehr gibt: Das "Spiel" artet zu reinstem Terror aus... (Klappentext)

Zu viel Besinnlichkeit zu Weihnachten schadet nur, also kann man mit einer Lektüre wie Laymons "[amazon asin="3453675355"]Das Spiel[/amazon]" der Besinnlichkeit entgegenwirken. Bei dem Plot des Buches musste ich unweigerlich an SAW denken, gewisse Parallelen lassen sich da nicht verhehlen, wobei Laymon hier wohl der Vorreiter war, sein Buch ist ja immerhin schon von 2001.
Das Buch selber lässt sich super in einem Rutsch durchlesen. Keine komplizierten Sätze, über die man vielleicht mal nachdenken müsste, keine "unnötige" Charakterisierung, keine Landschaftsbeschreibungen – die Handlung bewegt sich ganz gradlinig nach Vorne ohne größere Ausschweifungen. Dazu schafft Laymon es auch, eine dauerhafte Spannung zu erzeugen, so dass man das Buch nur ungern zur Seite legt – ein Effekt der auch bei Ketchums Evil auftrat: simpel, aber irgendwie fesselnd.

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