15. 04

Wiener Totenlieder: Kriminalroman (Ein Carlotta-Fiore-Krimi, Band 1) Cover Image
Titel:Wiener Totenlieder: Kriminalroman (Ein Carlotta-Fiore-Krimi, Band 1)
Autor:
ISBN:3547712092
Verlag:Marion von Schröder
Seitenzahl:384
Preis:
bei Amazon kaufen
Carlotta Fiore ist Kaufhausdetektivin, gescheiterte Opernsängerin und ehemalige Polizeianwärterin. Und neuerdings Statistin an der weltberühmten Wiener Oper. Eigentlich ist sie dort Undercoverermittlerin: Die Polizei braucht ihre Hilfe, in der Welt der exzentrischen Künstler ist ein Mörder unterwegs. Ein Sänger nach dem anderen stirbt. Die Aufführungen sind ausverkauft, aber kaum jemand möchte mehr auftreten. Zum Glück bekommt Lotta Hilfe von Ex-Kriminalkommissar Konrad Fürst. Doch auch gemeinsam können sie nicht verhindern, dass jede Vorstellung ein neues Opfer fordert….

Wiener Totenlieder ist das Krimidebüt on Theresa Prammer, die sich im Metier der Oper eigentlich recht gut auskennen müsste, schließlich hatte sie selbst schon Engagements als Schauspielerin an der Wiener Volksoper. Anfangs wusste das Buch auch durchaus Interesse zu wecken – das Setting der Morde an der Oper ist mal etwas nicht ganz alltägliches.

Aber schon am Anfang des Buches, fand ich die Charaktere etwas zu realitätsfremd. Konrad Fürst, ein Ex-Cop, der nicht über den Verlust seiner Tochter hinwegkommt und nun als Clown durch die Lande tingelt. Carlotta Fiore, Tochter einer berühmten Opernsängerin, selbst an der Oper und an der Polizeischule gescheitert und jetzt Kaufhausdetektivin. Dazu noch den nervigen Hang, sich regelmäßig zu betrinken und so ziemlich jeden männlichen Akteur im Buch direkt anzuflirten. Eben jene zwei kaputten Gestalten werden dann auch noch von der Polizei Undercover an die Oper geschickt…

Leider wird das Ganze auch nicht besser – im Gegenteil. Egal was im Laufe des Buches über die Vergangenheit der zwei herauskommt oder wer als neue Personen eingeführt wird: Fast alles ist in seiner Häufung und Ausprägung einfach „zu viel“ um irgendwie glaubhaft zu sein. So verkommen fast alle Personen zu flachen Abziehbildern mit übertriebenen Charakterzügen oder Unmengen an Schicksalsschlägen. Auch die Reaktionen und Handlungen aller Akteure, seien es unsere Hauptdarsteller, die Leitung der Oper oder die Polizei – allzu oft denkt man sich „das macht ihr doch jetzt nur so, damit das Buch weitergeht und nicht weil es realistisch erscheint“. Wirklich logisch wirkt das meiste nicht.

"Wiener Totenlieder – Ahnungslose Ermittler an der Oper" vollständig lesen

Tags für diesen Artikel:
Derzeitige Beurteilung: 2 von 5, 1 Stimme(n) 2582 Klicks

Seite 1 von 1, insgesamt 1 Einträge